Auf zum Rennsteig

In Hörschel dem Beginn des dritten Abschnitts, startet nicht nur unsere Tour, sondern auch der Rennsteig. Den, werden wir hoffentlich nur ab und zu streifen, denn ein solches Höhenprofil überlasse ich lieber Wanderern, oder anderen extremeren Sportlern.

Am Morgen das obligatorische Startfoto im noch sehr verschlafene Erlangen. Einige derangierte Dirndl und Lederhosenträger, lassen auf einen weniger guten Schlafplatz schließen. 

Schmunzeln lässt mich das Gesuch für Busfahrer. Da dürfte ja die Tage eine Stelle frei geworden sein.

Im ICE erwartet mich "surprise surprise" ein Stellplatz mit Hängevorrichtung. Jetzt weiß ich auch warum der Schaffner bei Abfahrt plötzlich verschwunden ist...könnte ihn ja um Hilfe bitten...  obwohl mein Rad, so kurz es ist auch unten stehen könnte, besteht er darauf dass es hochgehängt wird, es könnte Menschen behindern. Die großen Gepäckstücke anderer Mitreisender die den Radfahrern die Nutzung der Stellplätze erschweren, stellen aber natürlich kein Hinderniss da. 

Nun gut, ein netter Mitradler hilft mir und ich komme wohlbehalten in Erfurt an. Dort geht es dann außerplanmäßig mit der Bummelbahn (der ICE Erfurt-Ulm hat heute nicht vor in Eisennach zu halten) über Gotha nach Eisenach.

Dank der Hummeln im Hintern, warte ich natürlich nicht 80 Minuten auf den Anschluss, sondern radle das Stück lieber. Und so bin ich 40 Minuten vor geplanter Ankunft am Startpunkt.

In Hörschel mache ich es mir gemütlich und bekomme nach kurzer Zeit einen Banknachbarn. Er stammt aus der Gegend und wir plaudern über den Rennsteig (seine Aussage, die Alpen sind schöner - wird Leser erfreuen) und Radwege in der Gegend. Falls nun Gemecker über seinen fehlenden Lokalpatriotismus kommt, er lebt inzwischen in Garmisch und ist nur zu Besuch da.

Gegen 12.30 Uhr kommt Stefan mit meinem Zug und nach kurzen Stopp an der Werra, offizieller Rennsteig-Start, radeln wir Richtung Gerstungen. 

Nicht alle Grenzstellen sind bedrückende Orte

Die Grenzkatze war leider (foto)scheu


In Gerstungen findet sich ein Kaffee mit Sitzplatz im Freien und wir genießen das tolle Wetter


Rundkirche von Untersuhl (Thüringen)

Grenzmusuem Obersuhl (Hessen)

Von dort aus begleitet uns ein Einheimischer mit dem Rad Richtung Nachbarort und wir bekommen neben einer kleinen Ortsführung auch spannende Infos über den Kaliabbau.  


Zurück an der Werra, geht es wieder nett und vor allem, flach am Fluss entlang.

Der Schlussanstieg in Heringen ermöglicht beim örtlichen Italiener den Bergblick vom Biergarten.


Nachdem wir vor lauter Radelei kein Bild von der Wartburg gemacht haben, ermöglicht uns das Wechselgeld beim Italiener eines nachzuliefern.







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